Allgemeine Geschäftsbedingungen Anlagekonten by SFE Limited

1. Allgemeines, Geltungsbereich

In Ergänzung der allgemeinen Geschäftsbedingungen von S-Pay, welche jederzeit auf den Internetseiten von S-Pay eingesehen werden können, gelten die nachfolgenden AGB's ausschließlich für erweiterte Anlagekonten powered by SFE Finance Experts Limited. Mit dem erweiterten Anlagekonto unterhält der Kunde ein Nachrangdarlehen, welches der Darlehensnehmer im Rahmen seiner satzungsgemäßen Bestimmung verwendet.

2. Verzinsung, Währung

Die Verzinsung auf die erweiterten Anlagekonten powered by SFE Limited beträgt 6 % p.a. Die Ausweisung der Zinsen erfolgt monatlich nachschüssig auf  Basis des aktuellen Kontensaldos des Anlagekontos am Monatsultimo. Die Verzinsung wird auf dem der Berechnung zugrunde liegenden Folgemonat als Zinsertrag ausgewiesen. Hieraus ergibt sich ein Effektivzins von 6,1678 % p.a. Die Auszahlung sämtlicher Sparbeträge einschließlich aller aufgelaufenen Zinsen erfolgt am Ende der Laufzeit in einer Gesamtsumme auf die laufenden S-Paykonten. Die erweiterten Anlagekonten powered by SFE Limited werden zur Zeit ausschließlich in Euro geführt und abgerechnet. Etwaige Währungsrisiken liegen beim Kunden.

3. Reklamationen der Kunden

Reklamationen des Kunden hinsichtlich Abweichungen von erwarteter Auszahlungen nebst etwaiger Vergütungen sind binnen 10 Kalendertagen nach Gutschrift auf dem jeweiligen Kundenkonto schriftlich vorzutragen, andernfalls gilt die getätigte Auszahlung als genehmigt. Gesonderte Abrechnungen, Anzeigen, Mitteilungen erfolgen grundsätzlich nicht. Bei verspäteter Reklamation trägt der Kunde den hieraus entstehenden Schaden.

4. Mitteilungen

Grundsätzlich erfolgen keinerlei gesonderte Mitteilungen außerhalb zur Verfügung gestellten Kontoinformationen. Falls dies im Einzelfall erforderlich sein sollte, können Mitteilungen auch über den Verwendungszweck erfolgen. Maximal jedoch erhält der Kunde Mitteilungen über E-Mail. Der Kunde seinerseits verpflichtet sich jedoch sämtliche Mitteilungen, die erweiterten Anlagekonten powered by SFE Limited betreffend, per E-Mail zu formulieren und zu versenden.

5. Nachrangklauseln

5.1. Ist das Mezzanine-Nachrang-Darlehen auf dem Konto des Darlehensnehmers eingegangen, ist die Tilgung des Nachrangdarlehens sowie die Zahlung der Zinsen so lange und so weit ausgeschlossen, wie zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Tilgung des Darlehens und der Zinsen

a) im Falle der Auflösung des Darlehensnehmers die Ansprüche der nicht nachrangigen Gläubiger aus dem Vermögen des Darlehensnehmers noch nicht erfüllt sind, oder

b) im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers durch die Erfüllung der Ansprüche des Darlehensgebers aus dem Darlehen herbeigeführt wird oder wenn entweder die Verbindlichkeit aus dem Darlehen einschließlich der Zinsen eine rechtliche Überschuldung oder Leistung auf dieses Darlehen eine rechtliche Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers auslöst.

5.2. Zinsen sowie Tilgung des Mezzanine – Nachrang - Darlehens dürfen nur aus Jahresüberschüssen, Liquidationsüberschüssen und sonstigem freien Vermögen des Darlehensnehmers geleistet werden.

5.3. Der qualifizierte Nachrang schließt die Aufrechnung sowohl mit Forderungen des Darlehensnehmers gegen Forderungen des Darlehensgebers als auch mit Forderungen des Darlehensgebers gegen Forderungen des Darlehensnehmers aus.

5.4. Erhält der Darlehensnehmer trotz qualifizierter Nachrangigkeit auch im Wege der Aufrechnung eine Leistung aus dem Darlehen, hat er diese ungeachtet anderer Vereinbarungen des Darlehensnehmers zurück zu gewähren.

5.5. Sämtliche nachrangigen Darlehen sind im Verhältnis untereinander gleichrangig.

5.6. Der Darlehensnehmer stellt weder vertragliche noch sonstige Sicherheiten selbst oder durch Dritte für die Sicherung der Verbindlichkeiten aus dem Nachrangdarlehen.

5.7. Im Liquidations- (a) oder Insolvenzfall (b) erfolgt die Auszahlung erst nach Befriedigung aller vorrangigen Gläubiger und Ablösung aller Fremdmittel. Der Darlehensgeber tritt insoweit hinter alle gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück.

5.8. Die Gesamthaftung des Darlehensgebers ist jedoch auf max. die Zeichnungssumme begrenzt

6. Laufzeit und Kündigung

Die Anlagezeit beträgt Siebenhundertundzwanzig Tage mit einer anschließenden dreihundertsechzig tägigen Kündigungsfrist. Der Kunde kann ausschließlich kalendertäglich im Ablaufmonat der Anlagezeit mittels E-Mail kündigen. Erfolgt die Kündigung aus welchen Gründen auch immer nicht oder nicht rechtzeitig, verlängert sich die Anlagezeit automatisch um ein weiteres Jahr. Verstöße gegen die Laufzeitenregelung lösen eine dann zu berechnende Vorfälligkeitsentschädigung aus. Dabei ist es unerheblich, ob die Verstöße fahrlässig oder vorsätzlich erfolgten.